FriedensBrot 2014 – Ein Brot führt Europäer zusammen (1/5)

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Begrüßungsabend „Welcome am Seddiner See“ am 29. September 2014

Zum Begrüßungsabend „Welcome am Seddiner See“ in der dortigen Heimvolkshochschule am 29. September 2014 wurden die Teilnehmer der zwölf europäischen FriedensBrot-Partnerländer sowie Gäste aus weiteren acht europäischen Ländern und der USA herzlich willkommen geheißen. Für den Verein Friedensbrot schilderte Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Ellmer die Entstehungsgeschichte des Roggenfeldes auf dem ehemaligen Todesstreifen an der Berliner Mauer der Bernauer Straße. Dieses symbolträchtige Zeichen für Frieden und Versöhnung sei Anstoß für die Gründung eines zivilgesellschaftlichen Vereins und Projektes „FriedensBrot“ geworden, und mit der europäischen Konferenz aus Anlass des 25. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs wolle man den wechselseitigen Zusammenhang zwischen Friedenssicherung und nachhaltiger Landwirtschaft verdeutlichen.

In seinem Grußwort hob Schulleiter Dr. Klaus Benthin die Idee der Heimvolkshochschulen hervor. Gemeinsam mit seinem Team sei er stolz, den Rahmen dieser internationalen Tagung mitgestalten zu dürfen. Die Geschichte der insgesamt erfolgreichen Transformation von der Planwirtschaft hin zur Marktwirtschaft stellte der Vizepräsident des Bauernverbandes Brandenburg, Heiko Terno, heraus. Der Alt-Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA), der schwedische Landwirt Staffan Nilsson, drückte seine Dankbarkeit für dieses Friedensprojekt aus. Der Geschäftsführer des Vereins FriedensBrot, Dr. Gibfried Schenk, zeigte sich stolz über die große Resonanz und die Unterstützung, sei es durch die Partnerländer oder durch Förderer aus Wirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft – und über das Engagement des ehrenamtlichen Organisationsteams.

Plenum 1 am 30. September 2014: Unser FriedensBrot: „Geschichte und Geschichten“

Äußerste Aufmerksamkeit galt am Vormittag des 30. September – nach der Begrüßung durch den Vorstand des Vereins FriedensBrot, Anton Blöth – dem Thema „Geschichte und Geschichten“, der Vorstellung aller zwölf am FriedensBrot-Projekt beteiligten Länder Bulgarien, Deutschland, Estland, Lettland, Litauen, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Saatgut vom Roggenfeld an der Bernauer Straße, das seit Jahren von der Versöhnungsgemeinde in Zusammenarbeit mit der Agrarfakultät der Humboldt-Universität bebaut wird, war in den elf Partnerländern an ähnlich historisch bedeutsamen Orten als „Friedensroggen“ ausgesät und geerntet worden, darunter ehemaligen Kriegsschauplätzen, Zwangslagern und Deportationsorten. Die Vortragenden beschrieben die Rolle der Landwirtschaft in ihren Ländern, insbesondere auch im Transformationsprozeß nach 1989.

Besonderen Beifall erhielt der Roggenkönig Hans der Erste (Hans Kruusamägi) aus Estland für seinen humorvollen Vortrag über die hohe Bedeutung des Roggens in der estnischen Gesellschaft.

Der Vormittag wurde moderiert von Frau Catarina Zanner, Rundfunk Berlin-Brandenburg rbb, und Dr. Schenk.

Einen Gruß an das Auditorium aus den USA überbrachten Prof. Bob Patterson und Jourdain De Fontes von der North Carolina State University.

Pictures: Anton Blöth (Berlin), Holger Bransch (Brandenburg), Rüdiger Pelikan (Brandenburg), Marion Schenk (Zirndorf)

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